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Der Kunstpdägogische Tag bietet wieder neben spannenden Vorträgen abwechselungsreiche Workshops zum Thema "Performative Strategien im Kunstunterricht" an. Bitte beachten Sie, dass mit der verbindlichen Anmeldung auch eine Meldung für einen Workshop erfolgen sollte.

Termin: 09.03.2018

Ort: Institut für Kunstwissenschaft - Filmwissenschaft - Kunstpädagogik
Universität Bremen
GW2 B 3009 (Gebäude Geisteswissenschaften 2 - Raum B 3009 im dritten Stock)
Enrique-Schmidt-Straße
28359 Bremen


Programm

Ab 9:30
Anmeldung
Begrüßungskaffee

10:00
Begrüßung durch Prof. Maria Peters und die Vorsitzende des BDK, LV Niedersachsen, Anna H. Frauendorf

10:10-10:30    
Vorstellung des Studienganges der Kunstpädagogik an der Uni Bremen

10:30-12:00    
Prof. Maria Peters und Jörg Holkenbrink (Zentrum für Performance Studies, Theater der Versammlung):
„Das Selbstverständliche bezweifeln – die Produktivität von Performativen Strategien“. Vortrag mit Performance

12:00-13:00
Mittagspause in der Mensa am Boulevard

13:00-13:45
Performance

13:45-14:15
Mitgliederversammlung
- Prüfung der Kasse
- Entlastung des Vorstandes
- Berichte aus den Referaten
- Vorstandswahlen
- Verschiedenes

14:15-16:15
Parallele Workshops

16:15-17:30    
Berichte aus den Workshops und „WAS BLEIBT“ - ein didaktisch-methodisches Fazit mit Prof. Maria Peters und Ina Hartwig

17:30
Ende

Workshops:

WS 1:
Ina Hartwig, Universität Bremen und Studenten/Schüler:
Keri Smith' Aufgaben als Performance?!
Stellen Sie sich vor, Sie sollen folgende Aufgabe performativ umsetzen: „Benutz ein bereits bestehendes Chaos (z.B. irgendwas Verschüttetes) und überleg dir eine Methode, es noch größer zu machen. Richtig groß. So groß es geht.“ Welche Ideen haben Sie? Wie können Sie die Aufgabe angehen? Benötigen Sie etwas für die Umsetzung? Werden Sie Ihre Performance öffentlich machen? Oder wird Sie dabei niemand beobachten können? Es kommen immer mehr Fragen und Hürden hinzu...Und jetzt kommt Ihre größte Herausforderung: Diese Aufgabe soll Bestandteil Ihres Unterrichts werden! Was nun? Wie gehen Sie diese Herausforderung an? Woran müssen Sie denken? Wie bringen Sie Schülerinnen und Schüler dazu performativ zu arbeiten?
Genau dieses Experiment habe ich mit Studierenden der Universität Bremen und mit dem 9. Jahrgang des Gymnasiums Hamburger Straße in Bremen gemacht. Ich möchte Ihnen einen kurzen Einblick in einen Projekttag zur „Performance“ geben. Die  Studierenden werden Ihnen ihre Erfahrungen und die Projektergebnisse vorstellen und die praktischen Übungen im Workshop mit anleiten".

WS 2:
Theater der Versammlung, Universität Bremen
WIE MAN GLÜCKLICH WIRD, OHNE SICH ZU VERAUSGABEN - Performati-ve Strategien der Zurückhaltung in den Aufführungskünsten und im Kunstunterricht
Dieser Workshop untersucht Möglichkeiten, wie mit geringem materiellem Auf-wand Zustände der Aktiven Passivität im Kunstunterricht erzeugt werden kön-nen. Es geht um Versuchsanordnungen zum Thema Zeit und um die Produktivi-tät von Einschränkungen und Hindernissen. Anhand von performativen Übungen werden veränderte Blicke auf alltägliche Situationen, sich selbst und die Beziehung zu anderen entwickelt und erprobt.

WS 3:
Christina Inthoff, Universität Bremen
Aufzeichnung und Reflexion performativer Erfahrungen im Künstle-risch-experimentellen Prozessportfolio (KEPP)
Handlungen auf ihre performativen Strategien hin wahrzunehmen bedeutet, nicht (nur) vom Ergebnis her zu denken, sondern sie vom „Prozess ihrer Entste-hung und Wirkung“ her zu betrachten (Gunter Otto 1999). Eben dieses Moment der im Prozess begriffenen Handlung wird über Kunstunterricht mit dem KEPP in besonderem Maße herausgestellt. Im Workshop können reflexive Aufzeich-nungspraxen mit dem KEPP erprobt und Einblicke in die besonderen Möglichkei-ten einer künstlerisch-forschenden Portfolioarbeit im Kunstunterricht gewonnen und diskutiert werden.

WS 4:
Helge Meyer (Hildesheim) / Rolf Behme:
- entfällt -

WS 5:
Hanna Märgner Beu (Fachberaterin der Regionalabteilung Braun-schweig i.R.) und Sonja Böhme (Tänzerin und Tanzpädagogin):
Ein kleiner Exkurs in die Welt der Performance
Performative Arbeiten sind in den letzten Jahren immer beliebter geworden. Massen von Menschen haben stundenlang gewartet, um z.B. „The Artist Is Present“ (Marina Abramovic), „Faust“ (Anne Imhof) oder „Leaking Territories“ (Alexandra Pirici) zu sehen.
Ist es unser Sehnen nach dem Authentischen oder eine Sucht nach wahren Erfahrungen? Auf jeden Fall sind es Bilder, die uns  tief in Inneren berühren.
Der menschliche Körper bietet vielschichtige Möglichkeiten, komplexe Zusam-menhänge sichtbar zu machen. Aus dem  Alltag herausgerissen, klarer zum Aus-druck gebracht, können  performative Arbeiten Emotionen wecken, die andere Medien alleine selten in der Intensität in uns wachrufen. Nach einem kurzen theoretischen Exkurs wollen wir durch Bewegung, Worte und Gesang mit unseren Körpern Bilder erzeugen, dadurch Erinnerungen an Bilder wachrufen und somit Empfindungen zum Klingen bringen.
Sowohl der theoretische Teil als auch die performativen Übungen sind so ange-legt, dass sie als Grundlage für Unterricht zum Thema „Performance“ geeignet sind.

WS 6:
David Rusek (Bremen)
Von der Recherche zum Konzept zur Performance
Wie lassen sich Schüler*innen an die komplexe und für sie meist unbekannte Kunstform Performance heranführen? Wie kann man Schüler*innen methodisch anleiten, selbst eine Performance zu entwickeln?
Es werden aus der Semiotik und Rhetorik abgeleitete Methoden und Herange-hensweisen vorgestellt, mit denen in der Werkstatt Aktionskunst die Schü-ler*innen an die Kunstform Performance herangeführt werden sowie zu eigenen Themen selbst Performances entwickeln.

WS 7:
Christin Lübke, Being aware and awake
- entfällt -


Für BDK-Mitglieder ist die Teilnahme kostenlos.
Für Nichtmitglieder wird ein Tagungsbeitrag von 25€ direkt zu Beginn der Veranstaltung erhoben, ermäßigt für Referendare und Studierende (bitte Nachweis mitbringen) 10,00€.
Teilnahmebescheinigungen erhalten Sie vor Ort. Ein Mittagessen ist für alle Teilnehmer inbegriffen.

Zur Anmeldung (Bis 1.3.18)